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Pflegewohnheim Haus Luther

Wohnheim Pflegeheim
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11880.com • 10.12.2020
Als mein Vater in das Heim kam, war er zwar bereits stark dement, körperlich war er aber sehr fit, ging gerne kilometerweit spazieren und es ging ihm grundsätzlich gut. Das änderte sich innerhalb von nur wenigen Wochen! Der Bewegungsdrang meines Vaters wurde durch starke Medikamente (z. B. Haloperidol) unterbunden. Schon nach wenigen Tagen Medikamentengabe konnte mein Vater nur noch schwer gehen, am Ende kam er gar nicht mehr von der Stelle oder konnte sich nur noch gekrümmt an den Möbeln entlanghangeln. Außerdem war mein Vater fast die ganze Zeit sich alleine überlassen. Das Personal wirkte oft desinteressiert und ließ sich kaum blicken (wobei ich ausdrücklich nicht alle Mitarbeiter über einen Kamm scheren möchte, denn es gab zumindest zwei Mitarbeiterinnen und einen Mitarbeiter auf der Etage und weitere zwei Mitarbeiter aus einem anderen Wohnbereich, die sehr engagiert und nett waren). Das Essen wurde für die damals insgesamt drei dementen Bewohner in einem gesonderten Raum ausgegeben. Es wurde oft nicht darauf geachtet, ob das Essen tatsächlich gegessen und ob genug getrunken wurde. Sofern wir es zeitlich einrichten konnten, haben wir versucht, dass möglichst zu den Essenszeiten (und oft stundenlang darüber hinaus) jemand aus der Familie anwesend war, um darauf zu achten, dass mein Vater ausreichend Nahrung zu sich nimmt (und auch sonst nicht die ganze Zeit alleine ist). Eigentlich ist es ja nicht Sinn und Zweck einer Pflegeeinrichtung, dass die Angehörigen ständig anwesend sind. Leider aber nötig, wie auch dieses Beispiel zeigt: Das Mittagessen wurde immer um 12 Uhr ausgegeben. Als ich einmal gegen 13 Uhr ins Heim kam, standen im Essensraum der drei dementen Bewohner alle drei Teller unberührt auf dem Tisch. Meinen Vater traf ich auf dem Gang an, die beiden anderen Bewohner saßen teilnahmslos am Tisch und hatten, ebenso wie mein Vater, überhaupt nichts gegessen. Wenn man demente Bewohner im Heim aufnimmt, muss sichergestellt sein, dass auch jemand regelmäßig nach den Bewohnern guckt. Menschen mit Demenz müssen halt manchmal ans Essen erinnert werden. Leider konnten wir Angehörige dies zeitlich nicht immer leisten. Nach fünf Wochen ging es meinem Vater so schlecht, dass wir ihn ins Krankenhaus haben einliefern lassen. Im Aufnahmestatus wurde mein Vater so beschrieben: Patient in reduziertem Allgemeinzustand (...), in kachektischem Ernährungszustand … kachektisch bedeutet abgemagert/ausgezehrt! Das Gelände an sich ist schön. Im Haus gibt es ein Café, wo man auch mit den Angehörigen sitzen kann. Die Zimmer sind groß und sauber. Aber was nützen einem die äußerlichen Gegebenheiten, wenn die Betreuung insgesamt, insbesondere für Demente, absolut unzureichend ist!?! Sicher ist es für das Personal aufgrund des Pflegenotstands nicht immer einfach. Dennoch kann es nicht sein, dass demente Heimbewohner quasi sich selbst überlassen werden. Ich kann das Heim nicht empfehlen, insbesondere nicht für Pflegebedürftige mit Demenz, eigentlich aber auch nicht für andere Bewohner. Zumindest auf der Etage meines Vaters war nämlich eine ziemlich schlechte Stimmung unter den Bewohnern.
11880.com • 29.11.2020
Vor etwas einem Jahr verließ mein Vater dieses Pflegeheim nach nur 5 Wochen Aufenthalt als regelrecht kaputtgemachter Mensch. Als mein Vater in das Heim kam, war er zwar bereits stark dement, körperlich war er aber sehr fit, ging gerne kilometerweit spazieren und es ging ihm grundsätzlich noch gut. Zwei Dinge wurden ihm in diesem Heim zum Verhängnis: 1. Der Bewegungsdrang meines Vaters wurde durch starke Medikamente (z.B. Haloperidol) unterbunden. Schon nach wenigen Tagen Medikamentengabe konnte mein Vater nur noch schwer gehen, am Ende kam er gar nicht mehr von der Stelle oder konnte sich nur noch gekrümmt an den Möbeln entlanghangeln. Im Internet kann man nachlesen, dass das Medikament Haloperidol bei vielen Patienten früher zum Tod führt, aber das scheint im Haus Luther niemanden interessiert zu haben. Punkt 2: mein Vater war fast die ganze Zeit sich alleine überlassen. Das Personal wirkte oft desinteressiert und ließ sich kaum blicken (wobei ich ausdrücklich nicht alle Mitarbeiter über einen Kamm scheren möchte, denn es gab zumindest zwei Mitarbeiterinnen und einen Mitarbeiter auf der Etage und weitere zwei Mitarbeiter aus einem anderen Wohnbereich, die sehr engagiert und nett waren). Das Essen wurde für die damals insgesamt drei dementen Bewohner in einem gesonderten Raum ausgegeben. Es wurde oft nicht darauf geachtet, ob das Essen tatsächlich gegessen und ob genug getrunken wurde. Sofern wir es zeitlich einrichten konnten, haben wir versucht, dass möglichst zu den Essenszeiten (und oft stundenlang darüber hinaus) jemand aus der Familie anwesend war, um darauf zu achten, dass mein Vater ausreichend Nahrung zu sich nimmt (und auch sonst nicht die ganze Zeit alleine ist). Meine Kinder haben deshalb sogar einige Vorlesungen in der Uni „geschwänzt“. Eigentlich ist es ja nicht Sinn und Zweck einer Pflegeeinrichtung, dass die Angehörigen ständig anwesend sind. Leider aber nötig, wie auch dieses Beispiel zeigt: Das Mittagessen wurde immer um 12 Uhr ausgegeben. Als ich einmal gegen 13 Uhr ins Heim kam, standen im Essensraum der drei dementen Bewohner alle drei Teller unberührt auf dem Tisch. Meinen Vater traf ich auf dem Gang an, die beiden anderen Bewohner saßen teilnahmslos am Tisch und hatten, ebenso wie mein Vater, überhaupt nichts gegessen. Wenn man demente Bewohner im Heim aufnimmt, muss sichergestellt sein, dass auch jemand regelmäßig nach den Bewohnern guckt. Menschen mit Demenz müssen halt manchmal ans Essen erinnert werden. Leider konnten wir Angehörige dies zeitlich nicht immer leisten. Nach fünf Wochen ging es meinem Vater so schlecht, dass wir ihn ins Krankenhaus haben einliefern lassen. Im Aufnahmestatus wurde mein Vater so beschrieben: Patient in reduziertem Allgemeinzustand (...), in kachektischem Ernährungszustand … kachektisch bedeutet abgemagert/ausgezehrt! Deshalb Achtung! Das Gelände an sich ist schön. Im Haus gibt es ein Café, wo man auch mit den Angehörigen sitzen kann. Die Zimmer sind groß und sauber. Aber was nützen einem die äußerlichen Gegebenheiten, wenn die Betreuung insgesamt, insbesondere für Demente, absolut unzureichend ist!?! Sicher ist es für das Personal aufgrund des Pflegenotstands nicht immer einfach. Dennoch kann es nicht sein, dass demente Heimbewohner quasi sich selbst überlassen werden. Ich kann das Heim nicht empfehlen, insbesondere nicht für Pflegebedürftige mit Demenz, eigentlich aber auch nicht für andere Bewohner. Zumindest auf der Etage meines Vaters war eine schlechte Stimmung unter den Bewohnern. Vielleicht sieht es auf den anderen Etagen besser aus, aber vielleicht sagt auch eine Begegnung meines Sohnes im Fahrstuhl mit zwei Pflegekräften einer anderen Etage alles aus: sie sagten ungeniert, dass sie „überhaupt keinen Bock mehr haben zu arbeiten“. Wenn man so etwas vor fremden Personen sagt, muss der Frust schon groß sein, was sich u. U. auch auf die Atmosphäre auswirkt. Bitte: schicken Sie nie, nie, nie einen Angehörigen mit Demenz in dieses Heim!!
Letzte Aktualisierung: 10.12.2020
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